03.06. — 07.06.2019

Start in Berlin

Telefonhochhaus

Mit dem in Formen des amerikanischen Art Déco von Louis Weeks, Walter Froy sowie dem rumänischen Architekten Edmond van Saanen Algi 1931 bis 1933 errichteten „Telefonpalast” entstand das erste Hochhaus Ostmitteleuropas in der rumänischen Hauptstadt.

Bulevard General Magheru

Zu den bemerkenswertesten Straßenzügen der Hauptstadt zählt der „Bulevard Magheru”, an dem gleich mehrere Inkunabeln der Klassischenn Moderne aufgereiht sind.

Bulevard General Magheru

Das Büro- und Appartementhaus „Magheru One” wurde 1936 durch den jüdischen, drei Jahre zuvor ins rumänische Exil geflohenen Berliner Architekten Rudolf Fränkel errichtet. 

Hotel Ambassador

Der rumänische Architekt Arghir Culina errichtete das am Bulevard General Magheru gelegene „Hotel Ambassador” zwischen 1938 und 1939. Dessen obere Geschosse sind, den damaligen Bauvorschriften entsprechend, nach hinten gestaffelt.

Pressepalast

Im Stil des Sozialistischen Realismus und in Anlehnung an die Moskauer Lomonossow-Universität entstand ab 1952 in nach Entwürfen des Architekten Horia Maicu der Pressepalast/ Casa Presei Libere.

Parlamentspalast

Zu den beeindruckendsten Bauwerken der Hauptstadt zählt der „Parlamentspalast”, der als „Haus des Volkes” 1983 begonnen wurde und als architektonische Metapher für die Unterdrückung und Ausbeutung der rumänischen Bevölkerung unter dem Diktator Ceauşescu gilt.

Boulevard der Einheit

Mit der Vernichtung des historischen Stadtzentrums in den 1980er Jahren und der Errichtung des "Haus des Volkes" wurde die rund vier Kilometer lange Straßenachse des „Boulevard des Sieges des Sozialismus“ – heute „Boulevard der Einheit“ (Bulevardul Unirii) angelegt, die sich der Pariser „Avenue Champs Elysees“ orientierte.

Palais Cantacuzino

Das 1902 errichtete Palais der rumänischen Bojarenfamilie Cantacuzino, das heute das Museum für den rumänischen Nationalkomponisten George Enescu beherbergt, zeigt bereits Elemente des französischen Art Nouveau.

Lipscani-Viertel

In dem nach den Handelbeziehungen zur „Leipziger Messe” benannten „Lipscani”-Viertel blieben viele Bauten aus dem späten 18. und beginnenden 19. Jahrhundert erhalten.

Stavropoleoskirche

Die Stavropoleoskirche zählt zu den schönsten orthodoxen Kirchen des „alten Bukarest”. Der zu Anfang des 18. Jhd. im „Brâncoveanu”-Stil errichtete Bau wurde nach dem Zerfall Ende des 19. Jhd. durch den „Wiedererwecker” der altrumänischen Baukunst, den Architekten Ion Mincu restauriert.

Choral Synagoge

Einer der wenigen architektonischen Zeugen der einst so reichen jüdischen Kultur der Stadt: die jüngst ausgezeichnet restaurierte, nach Wiener Vorbild errichtete Choral-Synagoge.

Informationen und Buchung:

SC Siebenbürgenreisen SRL
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Tel.: +40 741 137 566
(Ansprechpartner Herr Muresan)
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Das Bauhaus im Osten: Bukarest

Stilvielfalt und Klassische Moderne in der rumänischen Hauptstadt

Geschäftshäuser am Ufer des kanalisierten Dâmbovița-Flusses

Straßenansicht des Bulevard Magheru

Kuppeln der Spar- und Depositenkasse

Bürohaus am Bulevard Magheru

Bulevard General Magheru

Art Déco-Elemente eines Appartementhauses

Geschäftshäuser am Ufer des kanalisierten Dâmbovița-Flusses

Pressehochhaus der 1950er Jahre

Kuppeln der Spar- und Depositenkasse

„Palastsaal” hinter dem Königsschloss, späte 1950er Jahre

Kuppeln der Spar- und Depositenkasse

Kuppeln der Spar- und Depositenkasse

Geschäftshäuser am Ufer des kanalisierten Dâmbovița-Flusses

Geschäftshäuser am Ufer des kanalisierten Dâmbovița-Flusses

Universitätsbibliothek Bukarest

Universitätsbibliothek

Athenäum Bukarest

Athenäum

Parlamentspalast

Gasthof „Hanul Maniuc”

Bukarest galt in den 1920er Jahren als „Paris des Ostens“. Die Hauptstadt des in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründeten Königreichs Rumänien war nicht nur ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Ethnien und Religionen. Sie war auch ein Experimentierfeld unterschiedlicher, zumeist aus Zentraleuropa importierter Architekturströmungen: insbesondere des Historismus und der Klassischen Moderne. Da zahlreiche rumänische Architekten in Paris, Wien und Berlin studierten, vermischten sich in der pulsierenden Metropole die Einflüsse Mitteleuropas mit landestypischen Stilelementen. Deren Quellen erschließen sich die Teilnehmenden u. a. mit den Besichtigungen der Metroplitenresidenz und einiger orthodoxen Kirchen in Bukarest. Der Historismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts steht beim Besuch im Quartier des königlichen Schlosses auf dem Programm: mit zahlreichen öffentlichen Bauten wie dem Universitätsbibliothek, dem Königsschloss und dem Konzerthaus Athenäum.
Seit Ende des Ersten Weltkriegs und der Vereinigung des Landes mit dem bis dahin in ungarischer Hand befindlichen Siebenbürgen entwickelte sich Bukarest rasch zu einer architektonisch stark mitteleuropäisch geprägten Großstadt. So stehen bei dieser Studienreise vor allem die Bauten der Zwischenkriegszeit im Fokus, als neue Stadtquartiere und ein kilometerlanger, von eleganten Hotel-, Geschäfts- und Appartementhäusern gesäumter Boulevard entstand. In den Außenbezirken wurden Beamten- und Arbeitersiedlungen nach Bauhaus-Vorbild errichtet. Neben bedeutenden rumänischen Architekten war es auch insbesondere der 1933 aus Deutschland geflohene Berliner Architekt Rudolf Fränkel („Gartenstadt Atlantic” mit dem Kino Lichtburg/Berlin-Gesundbrunnen), der das Bild dieses Straßenzugs bestimmte.
Zwar setzte der Zweite Weltkrieg mit dem bald darauf erfolgten Systemwechsel zunächst kaum eine Zäsur - gerade auch die nachfolgende „Ostmoderne” trägt hier internationale Züge - doch fügte die megalomane Stadtplanung des Diktators Ceausescu dem Stadtorganismus in den späten 1970er und 80er Jahren bis heute sichtbare Wunden zu. Offensichtlich werden diese Probleme mit der Besichtigung des heute als Parlamentsgebäude genutzten Haus des Volkes und dem fast vier Kilometer langen Vereinigungs-Boulevards.

Diese Seminarreise Reise bietet vielfältige Einblicke in die historische, klassisch-moderne und heutige Architektur der rumänischen Hauptstadt. Neben einer Stadtrundfahrt, einer Fahrt in die historisch bemerkenswerten Außenbezirke und Rundgängen durch verschiedene Stadtquartiere bereichern Exkursionen und Gespräche mit deutschsprachigen Fachleuten das Reiseprogramm und bietet so die Gelegenheit, die Stadt von einer außergewöhnlichen Seite kennen zu lernen.

Unser luxuriöses Quartier für diese Tage ist das im Stadtzentrum, unweit der berühmten „Lipscani”-Straße gelegene, neuerbaute ****Boutique-Hotel Elisabetha.