16.05. — 21.05.2019

Start in Berlin

Glatz/Kłodzko

Der Blick von der ab 1742 ausgebauten preußischen Festung nach Süden zeigt die Altstadt, an deren linker Flanke die Glatzer Neiße fließt. Im Zentrum befinden sich neben dem 1890 errichteten Rathaus mit seinem markanten Turm zahlreiche Patrizierhäuser sowie die im Innern barockisierte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Kunzendorf/Trzebieszowice

Die aus einem festen Haus der Renaissance hervorgehende Schlossanlage wurde im frühen 20. Jahrhundert u. a. in Jugendstilformen ausgestattet. Nach 1945 als Ferienheim eines Staatsgutes genutzt, wurde der Gebäudekomplex in den letzten Jahren aufwendig zum komfortablen Schlosshotel adaptiert.

Albendorf/Wambierzyce

In Albendorf entstand zu Ende des 18. Jahrhunderts auf Initiative des Kaufmanns Paschalius von Osterberg am Ort einer mit der Gegenreformation wiederbelebten Marienwallfahrt das „Glätzische Jerusalem”. Die imposante Wallfahrtskirche wurde dagegen erst zwischen 1716 und 1720 durch Graf Franz Anton von Götzen errichtet.

Grafenort/Gorzanów

Das Schloss zählt zu den bedeutendsten frühbarocken Residenzen, im 17. Jahrhundert durch italienische Baumeister für die Reichsgrafen Herberstein errichtet. Nachdem die Anlage nach 1945 nicht mehr genutzt wurde und fast zur Ruine zerfiel, wurden im Herbst 2012 Restaurierungsarbeiten begonnen, die mittlerweile spektakuläre Fortschritte gemacht haben.

Grafenort/Gorzanów

Inzwischen konnten im Schloss bereits ein großer Teil der renaissancezeitlichen bemalten Holzbalkendecken sowie der frühbarocken Stuckdecken in ihrem Bestand gesichert und restauriert werden.

Schildau/Wojanów

Zu den in den letzten Jahren restaurierten Schlössern zählt auch der königliche Sommersitz der Hohenzollern in Schildau, der 1838 durch König Friedrich Wilhelm III. erworben wurde. Der von einem Architekten aus dem Umkreis von Schinkel errichtete Bau ist von einem jüngst wieder angelegten Landschaftspark umgeben.

Mittelsteine/Ścinawka Średnia

Das barocke Herrenhaus, seit 2002 im Besitz eines enthusiastischen polnischen Kunsthistorikers, wurde bei einem Orkan stark beschädigt. Inzwischen ist es ihm jedoch gelungen, die zerstörten Barockgiebel und das Dach wiederherzustellen. (Foto: Tomasz Leśniowski/Wikipedia commons)

Fürstenstein/Książ

Das Corps de logis mit dem opulent dekorierten Maximilianssaal entstand unter dem Architekten Felix Anton Hammerschmidt ab 1722. Die Deckenmalereien Felix Anton Schefflers aus dem Themenkreis der „Metamorphosen“ Ovids, die Stuckdekorationen Ramellis und die Bauplastik von Ignatius Provisore kulminieren hier zu einem vollendeten barocken Feuerwerk.

Fürstenstein/Książ

Neben der weitläufigen englischen Parkanlage des Schlosses, die auch den romantischen Polsnitzgrund mit einbezieht, entstanden schon im 18. Jahrhundert Terrassen an der Südseite des Schlosses, die im Sinne eines französischen Garten angelegt wurden. Dieser wurde Anfang des 20. Jahrhunderts rekonstruiert und gehört zu den besterhaltenen Anlagen dieser Art in Schlesien.

Lomnitz/Łomnica

Das 1720 errichtete Schloss erwarb 1835 der preußische Diplomat C. G. E. von Küster, in dessen Familie es bis 1945 blieb. Seit 1992 wieder im Besitz seiner Nachkommen, zählt das Anwesen mit Schloss, Witwenhaus und Dominium dank deren Engagement zu den schönsten und bekanntesten Adelssitzen der Region.

Lomnitz/Łomnica

Kurz nach 1800 entstand nahe des barocken Schlosses das sogenannte Witwenhaus für die Familie des damaligen Eigentümers, des Schleierherrn Christian Menzel (jr.). Heute ist in dem erstklassig restaurierten Haus ein komfortables Hotel untergebracht.

Boberröhrsdorf/Siedlęcin

Der Wohnturm von Boberröhrsdorf zählt zu den bedeutendsten mittalterlichen Profanbauten Schlesiens. 1314 errichtet und nahezu unverfälscht bis heute erhalten geblieben, bietet er mit seinen Wandmalereien aus der Mitte des 14. Jahrhunderts einen einmaligen kulturhistorischen Schatz.

Erdmannsdorf/Mysłakowice

Die Hof- und Pfarrkirche im Park der königlichen Sommerresidenz von Erdmannsdorf geht auf die Planung von Karl Friedrich Schinkel zurück, der Park selbst auf den preußischen Gartengestalter Peter Joseph Lenné.

Hirschberg/Jelenia Góra

Die 1281 gegründete Stadt ist das Zentrum des gleichnamigen Tals. Hier entstand, am Zusammenfluss von Bober und Zacken, eine für die Ostkolonisation typische Siedlung mit zentralem Marktplatz, dem „Ring“. Dieser ist mit charakteristischen Laubenhäusern umgeben.

Stonsdorf/Staniszów

Foto Schloss Paulinum

Das aus einem „Festen Haus” der Renaissance hervorgehende Barockschloss war Wohnsitz der prinzlichen Familie von Reuß. Seit 2001 ist das von einem weitläufigen Landschaftspark umgebene, bestens restaurierte Anwesen mit dem rot gefaßten Kavaliershaus im Besitz eines engagierten polnischen Hoteliers.

Buchwald/Bukowiec

Der Ende des 18. Jahrhunderts durch den Grafen Friedrich Wilhelm von Reden angelegte Landschaftspark zählte zu den frühesten Anlagen nach englischem Vorbild in Schlesien. Nach jahrelanger Verwahrlosung wird er seit 2010 durch eine polnische Stiftung verwaltet und sukzessive revitalisiert.

Fischbach/Karpniki

Das seit den 1990er Jahren leerstehende und gänzlich verwahrloste Schloss wurde durch einen polnischen Investor restauriert, große Teile des historischen Interieurs rekonstruiert. 2014 fertiggestellt, beherbergt die ehemalige Sommerresidenz der Hohenzollern heute ein stilvolles Hotel.

Wernersdorf/Pakoszów

Das als „Wernersdorfer Bleiche” errichtete barocke Herrenhaus, das einst einer Dynastie Hirschberger Schleierhändler gehörte, wurde in den letzten Jahren restauriert und zu einem Schlosshotel adaptiert, wobei die moderne Gestaltung des Innern bemerkenswerte Akzente im sorgsam restaurierten historischen Ambiente setzt.

Lehnhaus/Lenno Zamek

Schloss Lehnhaus, in die Vorgebirgslandschaft des Bober-Katzbach-Gebirges eingebettet, entstand bereits im 16. Jhd. unterhalb einer piastischen Burganlage, die im 30-jährigen Krieg zur Ruine wurde. Das Anwesen, bis 1945 im Besitz der Familie von Haugwitz, wird seit Jahren von einem flämischen Eigentümer liebevoll restauriert.

Informationen und Buchung:

CarpeDiem Touristik
Elisabethstr. 25
02826 Görlitz
Tel.: 03581/42 86 44
Fax: 03581/42 86 45
info@carpediem-touristik.de
www.carpediem-touristik.de
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Kloster Grüssau/Krzeszów

Schloss Grafenort/Gorzanów

Blick auf die Stadt Glatz/Kłodzko

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Schloss Mittelsteine/Ścinawka Średnia

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Schloss Scharfeneck/Sarny

Diese Kulturreise führt Sie nach einem Besuch des im Wiederaufbau begriffenen Schlosses Lehnhaus/Lenno Zamek zunächst in das als „Schlesisches Elysium“ schon im 19. Jahrhundert bekannte Hirschberger Tal mit längst überregional bekannten Schlössern, darunter Lomnitz/Łomnica und Stonsdorf/Staniszów sowie den einstigen preußischen Sommerresidenzen Fischbach/Karpniki, Erdmannsdorf/Myslakowice und Schildau/Wojanów.
Nach intensiver Erkundung der Region geht es über die opulent ausgestattete ehemalige Zisterzienserabtei Grüssau/Krzeszów und Fürstenstein/Książ mit Niederschlesiens größter Schlossanlage in die einstige Grafschaft Glatz. Imposant durch Adler- und Schneegebirge, Eulengebirge und das Waldenburger Bergland eingerahmt, war der Glatzer Talkessel schon im 18. Jahrhundert durch seine zahlreichen Kurbäder über die deutschen Grenzen hinaus bekannt.
Weniger bekannt ist, dass sich innerhalb dieser Region rund 80 Schlösser und Herrenhäuser von zum Teil überregionaler Bedeutung befinden, die, zusammen mit ihren zum Teil weitläufigen Parkanlagen, seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein „vergessenes Arkadien“ sind, wie 2006 eine deutsch-polnische Ausstellung titelte. Neben der Stadt Glatz/Kłodzko und dem bedeutenden Wallfahrtsort Albendorf/Wambierzyce - als „Glätzisches Jerusalem” im 19. Jahrhundert bekannt geworden - besichtigen wir dort die bemerkenswerten Restaurierungsprojekte der Schlösser Grafenort/Gorzanów, Mittelsteine/Ścinawka Średnia und Obersteine-Scharfeneck/Sarny, das ursprünglich durch den britischen Thronfolger Prinz Charles erworben werden sollte, sich aber heute doch in der Hand einer polnischen Investorengruppe befindet. Diese adaptiert das Gebäudeensemble derzeit zu einer Akademie für Alte Musik.

Neben dem Besuch fertig sanierter und im Wieder­auf­bau begriffener Anlagen diskutieren wir auch mit einigen der Eigentümer über die bemerkens­werten Revitalisierungskonzepte, die in den letzten Jahren zu einer wahren Renaissance beider Regionen beitrugen.

Als „standesgemäßes“ Logis haben wir Zimmer im exzellent restaurierten ****Schloss-Hotel Fischbach im Hirschberger Tal sowie im komfortablen ****Zamek na Skale in Kunzendorf/Trzebieszowice in der Grafschaft Glatz reserviert.