06.05. — 10.05.2019

Start in Berlin

Leitmeritz/Litoměřice

Das an der Elbe gelegene Leitmeritz geht aus einem fürstlichen Verwaltungszentrum der Přemysliden des 10. Jahrhunderts hervor und wurde um 1225 als Stadt nach Magdeburger Recht gegründet. Im Zentrum entstand ein großer Marktplatz, an dessen Rand das Rathaus, in dessen Nähe zudem die hier sichtbare gotische Allerheiligenkirche errichtet wurde. 

Leitmeritz/Litoměřice

Die Sgraffitodekorationen am Haus „zum Schwarzen Adler” in Leitmeritz sind charakteristisch für die renaissancezeitlichen Fassadendekorationen, die im böhmischen, aber auch sächsischen und schlesischen Raum häufig zu finden sind.

Brüx/Most

Zu den schönsten spätgotischen Hallenkirchen des nordböhmischen Kulturraums zählt die Maria-Himmelfahrtskirche in Brüx. Die historische Bergbaustadt wurde bis 1975 nahezu gänzlich dem Braunkohle-Tagebau geopfert. Die Kirche jedoch wurde in einer ausgesprochen spektakulären und — in diesem Umfang — bisher einmaligen Aktion um mehr als 800 Meter weit transloziert und anschließend vorbildlich restauriert.

Lieblitz/Liblice

Das Schloss wurde anstelle eines renaissancezeitlichen Vorgängerbaus zwischen 1699 und 1706 nach Plänen des Architekten Giovanni Battista Alliprandi errichtet. Im späten 19. Jahrhundert wurde es unter Antonie von Waldstein modernisiert. Nach 1945 im Besitz der tschechischen Akademie der Wissensachaften, wurde 1953 hier der erste internationale Kafka-Kongress veranstaltet. Heute beherbergt der restaurierte Adelssitz ein luxuriöses Schlosshotel. 

Eichwald/Dubí

Nach dem Vorbild der venezianischen Kirche Santa Madonna dell'Orto entstand zwischen 1897 und 1906 im Auftrag des Fürsten Clary-Aldringen die Kirche der Kirche der Unbefleckten Empfängnis Mariä. Der jüngst restaurierte Bau entstand als Grablege der Fürstenfamilie und dient bis heute als Pfarrkirche des Ortes. 

Graber/Kravare

Die ländliche Architektur des nordböhmischen Berglands ist stark durch Umgebinde- und Blockhäuser charakterisiert. Zu den größten Bauten dieser Art zählt das restaurierte Richterhaus in Graber, das im Innern nicht nur originale Raumstrukturen und ein historisches Interieur bietet, sondern anhand einer Ausstellung auch die Umgebindearchitektur illustriert.

Doxan/Doksany

1142 gründete Herzog Vladislav II. am Ufer der Eger/Ohře das durch Prämonstratenserinnen aus Dünnwald bei Köln besiedelte Kloster, das zu den ältesten Anlagen in Böhmen zählt. Das Ensemble wurde Ende des 17. Jahrhunderts barockisiert; vom romanischen Ursprungsbau blieb die Krypta erhalten.

Sichrow/Sychrov

Das Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Architekten und Kunsthistoriker Bernhard Grueber neogotisch erweiterte Barockschloss gehörte bis 1945 der französischen Adelsfamilie Rohan, die mit der Französischen Revolution nach Böhmen emigrierte. 

Gitschin/Jičín

Wenig nördlich von Gitschin ließ Wallenstein als Herzog von Friedland durch den italienischen Baumeisters Sebregondi eine beeindruckende Loggia errichten, die Herzstück einer gestalteten Barocklandschaft werden sollte. Infolge der Ermordung des Generals nur als architektonisches Fragment realisiert, verwahrloste die Anlage jahrzehntelang, wird aber nun sukzessive restauriert.

Friedland/Frýdlant

Schloss Friedland, das als gotische Burg zu den bedeutendsten Anlagen im Sudetenraum zählte, wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance erheblich erweitert. 1620 erwarb es Albrecht von Wallenstein als Residenz für das gleichnamige, kurzlebige Herzogtum.

Münchengrätz/Mnichovo Hradiště.

Aus einem Renaissancebau hervorgehend, wurde das Schloss der Familie von Budovec ab 1690 unter Ernst Joseph von Waldstein zu einer frühen Dreiflügelanlage des Barock umgebaut. Nahe der Orangerie - hier im Bild - befindet sich das  ehemalige Kapuzinerkloster, das die Gebeine des Feldherren Albrecht Eusebius von Wallenstein birgt.

Informationen und Buchung:

CarpeDiem Touristik
Elisabethstr. 25
02826 Görlitz
Tel.: 03581/42 86 44
Fax: 03581/42 86 45
info@carpediem-touristik.de
www.carpediem-touristik.de
weitere Reiseinformationen

Auf den Spuren des Adels in Nordböhmen

Schlösser, Klöster und Städte im Norden Tschechiens

Leitmeritz/Litoměřice - Blick zur Kathedrale

Leitmeritz/Litoměřice - Rathaus

Schloss Liblitz/Liblice

Schloss Sichrow/Sychrov

Schloss Ploschkowitz/Ploskovice

Brüx/Most - Maria-Himmelfahrtskirche

Schloss Münchengrätz/Mnichovo Hradiště

Schloss Friedland/Frýtlant

Gitschin/Jičín - Wallenstein-Loggia

Gitschin/Jičín - Waldstein-Schloss

Graber/Kravaře - Umgebindehaus, ehem. Schultheißenamt

Ossegg/Osek - Fassade der Zisterzienserklosterkirche

Am Südrand von Erzgebirge und Sudeten erstreckt sich eine Kulturlandschaft, die durch eine bemerkenswerte Dichte an Schlössern und Herrenhäusern geprägt ist. Wir folgen den Spuren des deutschen, böhmischen und internationalen Adels, als dessen herausragender Vertreter Albrecht von Wallenstein, Generalissmus Kaiser Ferdinands II., gelten kann. Neben seiner Grablege bei Schloss Münchengrätz/Mnichovo Hradiště und der beeindruckenden Schlossanlage von Friedland/Frýdlant besuchen wir das Städtchen Gitschin/Jicín, das er zur Hauptstadt seines Herzogtums Friedland ausbauen ließ. Im Fokus stehen weiterhin die Residenzen der Familie von Lobkowitz/Lobkowicz, die schon im Spätmittelalter von großer Bedeutung für die Landesgeschichte war und heute wieder eine wichtige Rolle in der kulturellen Entwicklung Tschechiens spielt. Deren Schlösser erkunden wir in Melnik/Mělník und Eisenberg/Jezeří. Außergewöhnlich ist der neogotischen Adelssitz der französischen Familie Rohan in Sichrow/Sychrov. Zudem stehen bedeutende Stadtanlagen, wie Leitmeritz/Litoměřice und Teplitz-Schönau/Teplice, die das die Kolonisationszeit des 12. Jahrhunderts bedeutende Prämonstratenserinnenkloster Doxan/Doksany und die Zisterzienserniederlassung von Ossegg/Osek sowie die 1975 translozierte Hallenkirche von Brüx/Most auf dem Programm. Einen eindrucksvollen Tag verbringen wir zudem mit der in Auscha/Úštěk lebenden Denkmalpflegerin Ingrid Augstenova, die uns architektonische Perlen ihrer Heimat präsentieren wird.

Als angemessenes Logis steht uns das aufwändig restaurierte ****Hotel Schloss Liblitz/Liblice zur Verfügung, das 1699 nach Entwürfen Johann Bernhard Fischer von Erlachs durch Giovanni Alliprandi errichtet wurde.