20.07. — 25.07.2020

Start in Berlin

Görlitz

Zu den wichtigsten Profanbauten der Stadt zählt der sogenannte Schönhof, einst auch als Roter Hof bezeichnet. Er entstand 1526 als frühester Profanbau der Renaissance nördlich der Alpen. Er beherbergt heute das „Schlesische Museum zu Görlitz”.

GÖRLITZ (Peterskirche)

Neben dem Unter- und dem Obermarkt ist auch die zur Peterkirche führende Peterstraße gesäumt von Patrizierhäusern, deren Grundmauern bis in die Gotik zurückreichen.

Görlitz

Foto Schloss Halbau

Das 1570 errichtete „Biblische Haus“ zeugt mit den in Sandstein gehauenen Fassadenreliefs vom Reichtum des auftraggebenden Waidhändlers. Diese zeigen im Sinne einer Typologie Szenen des Alten Testaments, die thematisch Szenen des Neuen Testaments gegenübergestellt sind.

Bautzen

Der größte Profanbau der Stadt ist die Ortenburg, die seit dem 13. Jahrhundert Sitz des böhmischen Landvogts der Lausitzen war. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage — nun schon unter sächsischer Herrschaft — bis 1698 noch in manierstischen Formen.

Bautzen

Bereits im 13. Jahrhundert wurde in der Mitte des Marktplatzes ein steinernes Rathaus angelegt. Der gotische Kernbau mit renaissancezeitlichem Rathausturm wurde sukzessive erweitert und bis 1732 barockisiert. Der hintere Turm weist auf die Domkirche St. Petri hin, die seit der Reformationszeit als Simultankirche der evangelisch-lutherischen und katholischen Konfession zur Verfügung steht.

Löbau

Eine Ikone der Klassischen Moderne ist die 1932-1933 durch Hand Scharoun errichtete Villa für den Nudelfabikanten Fritz Schminke. Der Bau, dessen Architektur sich am Schiffbau orientiert, wurde vor wenigen Jahren mit Finanzierung der Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg exzellent restauriert.

Kamenz

Die Marienkirche, die Hauptpfarrkirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde von Kamenz, wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als vierschiffige Hallenkirche errichtet. Zu ihrer reichen Ausstattung zählt auch der vorreformatorische Flügelaltar von 1519.

Lauban/Lubań

Die historische Bebauung der Ringzeile ging mit den Kämpfen um die Stadt während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zugrunde. Erhalten blieb lediglich der „Krämerturm”, Rest des gotischen Rathauses. Seit Mitte der 1990er Jahre bemüht man sich mit historisierenden Neubauten, den ursprünglichen Charakter des Marktplatzes wiederherzustellen.

Lauban/Lubań

Foto Schloss Halbau

Der Nachfolgebau des gotischen Rathauses entstand 1544 als renaissancezeitlicher Neubau durch den den Baumeister Hans Lindner. Der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Bau wurde nach 1945 originalgetreu wieder aufgebaut.

Zittau

Die spätmittelalterliche Johanniskirche wurde nach schweren Zerstörungen während des Siebenjähriges Krieges 1757 als weitgehender barocker Neubau nach 1766 wiederaufgebaut. Aufgrund statischer Schäden erhielt sie nach Plänen Karl Friedrich Schinkels bis 1837 eine umfangreiche Bausicherung sowie ihr heutiges zweitürmiges Erscheinungsbild.

Kieslingswalde/Sławnikowice

Das in der östlichen Oberlausitz gelegene und 1815 zu Preußen gekommene Rittergut gehörte im 18. Jahrhundert Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, der hier eine experimentelle Glashütte betrieb und wesentlich zur Entdeckung des Porzellans beitrug. Der heutige Schlossbau entstand zwischen 1812 und 1813. 

Informationen und Buchung:

CarpeDiem Touristik
Elisabethstr. 25
02826 Görlitz
Tel.: 03581/42 86 44
Fax: 03581/42 86 45
info@carpediem-touristik.de
www.carpediem-touristik.de

Auf den Spuren des Sechsstädtebundes

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2020 jährt sich das 674. Gründungsjubiläum der „Oberlausitzer Hanse“, des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Zwar bestand dieser in seiner ursprünglichen Form lediglich rund 200 Jahre – von 1346 bis 1547 – prägte jedoch das Verhältnis der Städte zueinander und zur böhmischen Krone nachhaltig. Gegründet durch die Städte Löbau, Kamenz, Bautzen, Görlitz, Zittau und Lauban, diente der Bund zum Schutz des Landfriedens gegen das Raubrittertum und Übergriffe des Adels und führte infolge der Befriedung der böhmischen Oberlausitz zu großem Ansehen und erheblichem wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Durch die Position des Bundes zum Schmalkaldischen Krieg gegen Kaiser Karl V. endete die Blütezeit des Bundes, der mit weit geringerer Bedeutung noch bis zum Wiener Kongress 1815 existierte. Danach wurde die Oberlausitz geteilt, wobei der westliche Teil bei Sachsen verblieb, der östliche Teil mit Görlitz und Lauban an das preußische Niederschlesien fiel.

Wir besuchen von unserem Standort Görlitz, einer der vielleicht schönsten Städte Deutschlands, die Städte des Bundes sowie die Zisterzienserklöster St. Marienthal und St. Marienstern, idyllische Dörfer mit der regionaltypischen Umgebindebauweise im Bergland der Oberlausitz und die einstigen Zentren der Leinenindustrie im Süden der Region. Eine Stipvisite führt uns zudem in den UNESCO-geschützten Park des Fürsten Pückler nach Bad Muskau und über die Neiße hinweg auf die polnische Seite in die Sechsstadt Lauban/Lubań, in der mittlerweile Teile des historischen Zentrums rekonstruiert wurden.

Sie logieren während der Reise im zentral gelegenen, historischen ***Hotel „Zum Goldenen Strauß” in Görlitz.