11.08. — 17.08.2019

Start in Berlin

Breslau/Wrocław

Das jüngst restaurierte Stadtschloss wurde als Palais für Gottfried von Spätgen, Kanzler des Breslauer Fürstbischofs erbaut. 1750 erwarb es Friedrich der Große, der Breslau wieder zu einer Residenzstadt machte. Heute ist in dem als Museum genutzten Schloss eine exzellente stadtgeschichtliche Ausstellung zu sehen.

Breslau/Wrocław

Den Mittelpunkt des „Rings“, des großen Marktplatzes der „Kulturhauptstadt Europas 2016“ nimmt das imposante Rathaus ein, das in mehreren Bauphasen ab dem 13. Jahrhundert entstand und zu den bedeutendsten Profanbauten der Gotik in Europa zählt.

Carolath/Siedlisko

Foto Schloss Halbau

Die bedeutende, im späten 19. jahrhundert stark erweiterte Renaissanceresidenz der Fürsten von Schönaich-Carolath wurde während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. Erhalten blieben eindrucksvolle Ruinen der Anlage sowie das Torhaus und die wertvolle Schlosskapelle.

Carolath/Siedlisko

Mit der 1618 durch Valentin von Säbisch errichteten, im Zweiten Weltkrieg unzerstört gebliebenen reformierten Schlosskapelle ist einer der bedeutendsten protestantischen Sakralbauten Schlesiens erhalten geblieben.

Dyhernfurth/Brzeg Dolny

Das klassizistische Verwaltungsgebäude des Schlosses stammt, ebenso wie das Schloss selbst, aus der Hand des Architekten Carl Gotthard Langhans, der ab 1780 für den preußischen Provinzialminister Carl George von Hoym eine bereits vorhandene Barockanlage umbaute und erweiterte. Langhans gilt auch als Schöpfer der englischen Parkanlage, die in den letzten Jahren revitalisiert wurde.

Grafenort/Gorzanów

Das Schloss zählt zu den bedeutendsten frühbarocken Residenzen, im 17. Jahrhundert durch italienische Baumeister für die Reichsgrafen Herberstein errichtet. Nachdem die Anlage nach 1945 nicht mehr genutzt wurde und fast zur Ruine zerfiel, haben im vergangenen Jahr die Restaurierungsarbeiten begonnen.

Grafenort/Gorzanów

Das Schloss zählt zu den bedeutendsten frühbarocken Residenzen, im 17. Jahrhundert durch italienische Baumeister für die Reichsgrafen Herberstein errichtet. Nachdem die Anlage nach 1945 nicht mehr genutzt wurde und fast zur Ruine zerfiel, wurden im Herbst 2012 Restaurierungsarbeiten begonnen, die mittlerweile spektakuläre Fortschritte gemacht haben.

Militsch/Milicz

Carl Gottfried Geissler, Schüler des Architekten Langhans, errichtete das klassizistische Schloss für die gräfliche Familie von Maltzan 1799. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs lebte hier Maria von Maltzan, deren Kampf gegen den Nationalsozialismus in ihrer Biographie „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“ nachzulesen ist.

Tschirne/Czerna

Foto Schloss Halbau

Das Schloss wurde 1558 durch den Baumeister Hans Lindner, einen Nachfolger des berühmten Görlitzer Ratsbaumeisters Wendel Roskopf, in Renaissanceformen errichtet. Bereits seit den 1980er Jahren bereits wieder in Privatbesitz, birgt der hervorragend restaurierte Bau noch große Teile der originalen wandfesten Ausstattung. 

Trachenberg/Żmigród

Das Residenzschloss der Familie von Hatzfeld wurde 1945 bis auf die Außenmauern zerstört. Der klassizistische Seitenflügel wurde später abgebrochen, während die Reste des Hauptgebäudes jüngst als begehbare Ruine konserviert wurden und im Sommer als Kulisse für Freilichttheater dienen.

Braunau/Brunów

Der barocke Adelssitz wurde der Ende des 19. Jahrhundert durch die Familie von Cottenet historistisch überformt. Nach 1945 Sitz eines Staatsgutes, erwarb 2004 eine polnischen Familie das völlig verwahrloste Gebäudeensemble. Vorbildlich restauriert, dient die Anlage heute als komfortables Schlosshotel.

Kriegheide/Pogorzeliska

Der Innenraum der Grenzkirche ist mit seiner zeittypischen, für den evangelischen Gottesdienst ausgerichteten Ausstattung bis heute in nur wenig verändertem Zustand erhalten. Bemerkenswert ist insbesondere die Konstruktion der bemalten Flachdecke mit einer Holzstütze, die palmenartig im Kämpferbereich aufgefächert ist.

Waldenburg/Wałbrzych

Bis heute gehört die von 1785 bis 1788 von Carl Gotthard Langhans errichtete evangelische Kirche einer aktiven lutherischen Gemeinde.

Heinzendorf/Bagno

Foto Schloss Paulinum

Neben dem barocken Schloss der Familie von Seherr-Thoss ließ der Breslauer Bierverleger Georg Kißling ab 1907 das „neue Palais“ errichten − einen wohlproportionierten Baukörper der Reformarchitektur, der im Innern bis heute seine wandfeste Ausstattung besitzt. Heute wird die Anlage als Priesterseminar des Salvatorianerordens genutzt.

Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki

Als Kulturnachfolger des 1810 säkularisierten Zisterzienserklosters errichtete K. F. Schinkel als letztes Werk ab 1838 das Schloss der Prinzessin Marianne von Oranien und ihres Gatten, des preußischen Prinzen Albrecht. Bis 1945 der Sitz der sogenannten Albrechtlinie der Hohenzollern, brannte die Anlage im Juli des Jahres völlig aus. Nach ersten sicherungsmaßnahmen in den 1980er Jahren wird der in Gemeindebesitz befindliche Bau inzwischen ebenso sukzessive restauriert wie die Gartenanlagen von P. J. Lenné.

Muhrau/Morawa

Anstelle eines schlichten Sommersitzes der Benediktinerinnen von Striegau/Strzegom ließ der aus einer Unternehmerfamilie stammende Eduard von Kramsta 1873 einen repräsentativen Schlossbau errichten, der seit den frühen 1990er Jahren eine Bildungsstätte und einen caritativen Kindergarten beherbergt.

Fürstenstein/Książ

Die Schlossanlage, die zu den größten Residenzen Schlesiens zählt, gehörte bis 1945 den Grafen von Hochberg und Fürsten von Pless. Zahlreiche innenräume des seit den 1940er Jahren durch die Organisation Todt devastierten Baues wurden ab den 1950er Jahren rekonstruiert und sind heute öffentlich zugänglich.

Informationen und Buchung:

Via Silesia - Tomasz Perz-Reisen
Osiedle Gornicze 6A
PL 58-308 Wałbrzych
Tel:(0048) 693 227 662
mail: info@via-silesia.pl
web: www.via-silesia.pl
weitere Reiseinformationen


Stiftung Schloss Grafenort

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Schloss Militsch/Milicz

Schloss Militsch/Milicz

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Schloss Rudelstadt/Ciechanowice

Schlossruine Trachenberg/Żmigród

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Schloss Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki

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Park von Woislowitz/Wojsławice

Schloss Fürstenstein/Książ

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Residenzschloss Breslau/Wrocław

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Schloss Militsch/Milicz

Grenzkirche Kriegheide/Pogorzeliska

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Schloss Falkenberg/Niemodlin

Mit mehr als 3.000 Schlössern und Herrenhäusern weist Schlesien die größte Dichte an Adelssitzen in Europa auf. Ein Teil dieser hat die Zeit des Zweiten Weltkriegs – zumindest was das äußere Erscheinungsbild anbelangt – ebenso überstanden wie nahezu 45 Jahre Sozialismus. Zwar sind heute sehr viele dieser kulturgeschichtlich bedeutenswerten Ensembles in beklagenswertem Zustand, doch etliche konnten in den letzten 25 Jahren vorzüglich restauriert werden.

Auf dieser Studienreise erkunden Sie neben einigen der bekanntesten Schlossanlagen auch weitgehend unbekannte, aber kunstgeschichtlich bedeutende Schlösser, deren heutiger Erhaltungszustand die wechselnden Zeitläufte seit Mitte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Neben restaurierten Residenzen und Höhepunkten der Schlossbaukunst des 16.-19. Jahrhunderts, wie beispielsweise dem Schloss Fürstenstein/Książ der Fürsten von Hochberg-Pless, dem klassizistischen Schloss Dyhernfurth/Brzeg Dolny, dem Renaissance-Herrenhaus in Klein-Tschirne/Czerna sowie dem neoklassizistischen Schlosskomplex in Muhrau/Morawa lernen Sie das nördlich von Breslau gelegene Bartsch-Gebiet mit den Schlössern Militsch/Milicz, Trachenberg/Żmigród und Heinzendorf/Bagno kennen. Zudem besuchen wir mehrere bemerkenswerte Denkmalprojekte, wie beispielsweise das großflächig mit Renaissancefresken ausgestattete Schloss Rudelstadt/Ciechanowice, das grandiose Schloss Grafenort/Gorzanów in der Grafschaft Glatz, Schloss Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki als letztem Werk von Karl Friedrich Schinkel, die einstige Barockresidenz der Grafen von Hochberg in Rohnstock/Roztoka und das Frühbarockschloss der Grafen Praschma im oberschlesischen Falkenberg/Niemodlin.

Neben den historischen Adelssitzen stehen auch ausgewählte Sakralbauten im Fokus dieser Reise. Sie reflektieren die schwierige Religionsgeschichte des Oderlandes bis in das 18. Jahrhundert. Neben der Schlosskapelle von Carolath/Siedlisko, der unter Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes stehenden Friedenskirche von Jauer/Jawor, der barocken Gnadenkirche in Militsch/Milicz und der bemerkenswerten Grenzkirche von Kriegheide/Pogorzeliska besuchen Sie die bis heute evangelische Kirche von Waldenburg/Wałbrzych von Carl Gotthard Langhans sowie die ebenfalls ihm zugeschriebene, durch eine polnische Stiftung jüngst gerettete Pfarrkirche von Giersdorf/Żeliszów.

Daneben erleben Sie die pulsierende Odermetropole Breslau/Wrocław, Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2016. Sie besichtigen die wichtigsten historischen Bauten der nach 1945 wiederaufgebauten Altstadt einschließlich der Dominsel und der Universität mit der berühmten Aula Leopoldina sowie das jüngst im Innern originalgetreu rekonstruierte Stadtschloss der preußischen Könige. Zudem besuchen wir die als Inkunabel der Moderne seit 2006 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO verzeichnete Jahrhunderthalle. 

Begegnungen mit Schlosseigentümern, evangelischen und katholischen Pfarrern und den Protagonisten einiger Denkmalinitiativen zur Rettung des deutsch-polnischen Kulturerbes runden das vielfältige Programm ab.

Als luxuriöse Unterkünfte stehen uns das elegante ***Schlosshotel Braunau/Brunów sowie das ****Art-Hotel in Breslau zur Verfügung. Das in einem exzellent restaurierten Patrizierhaus befindliche Hotel liegt in einer ruhigen Seitengasse der historischen Altstadt, unweit des Rings/Rynek. Dort haben wir für Sie Superior-Zimmer reserviert.

Die Kleingruppenreise erfolgt im komfortablen Mercedes-Kleinbus mit maximal 15 Teilnehmern.