19.10. — 28.10.2019

Start in Berlin

Hermannstadt/Sibiu

Der Blick über den „kleinen Ring“ zeigt die gut erhaltene Altstadt mit laubengesäumten Bürgerhäusern, die bis auf gotische Ursprünge zurückgehen. Dahinter erhebt sich der Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche, deren spätgotischer Umbau zur Hallenkirche unvollendet blieb.

Hermannstadt/Sibiu

Blick auf den „Grossen Ring” mit der im 18. Jahrhundert durch die Habsburger platzierten katholischen Pfarrkirche; links daneben das heutige Bürgermeisteramt.

Hermannstadt/Sibiu

Die 1672 von Johann Fest (1630–1694) geschaffene Orgel der Stadtpfarrkirche, die 1914/15 ein neues Werk der renommierten Firma Sauer, Frankfurt (Oder) erhielt, ist mit 6602 Pfeifen, 85 Registern und ebenso vielen Nebenregistern die größte Kirchenorgel Rumäniens.

Michelsberg/Cisnădioara

Mit der sogenannten Burgkirche in Michelsberg hat sich eine romanische Basilika erhalten, die in weitgehend originalem Bauzustand konserviert ist. Mit ihrer umgebenden Wehrmauer repräsentiert sie das früheste noch erhaltene Beispiel einer siebenbürgischen Wehrkirche.

Schässburg/Sighişoara

Das markanteste Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt ist der Stundturm, der den Zugang von der Unterstadt zur „Burg” genannten Oberstadt sicherte. Er wurde nach dem verheerenden Stadtbrand von 1676 in dieser Form durch Tiroler Baumeister wiedererrichtet.

Trappold/Apold

Zu den schönsten Kirchenburgen des idyllischen Harbachtals zählt die des kurz hinter Schässburg gelegenen Dorfes. Seit Jahren durch einen sehr engagierten „Burghüter” baulich erhalten, wurde sie nun im Rahmen eines EU-Programms restauriert.

Mediasch/Mediaș

Das Zentrum des „Kirchenkastells”, einer der wenigen erhaltenen Stadtkirchenburgen Siebenbürgens bildet die Margarethenkirche. Deren Inneres birgt wertvolle vorreformatorische Wandmalereien sowie einen im ausgehenden 15. Jahrhundert geschaffenen Flügelaltar, der zu den bedeutendsten Siebenbürgens zählt.

Deutsch Weißkirch/Viscri

Als „alba ecclesia” im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, war die weiß getünchte Kirchen namensgebend für den Ort. Im 15. Jahrhundert infolge der osmanischen Bedrohung zu einer Kirchenburg ausgebaut, wird die Anlage in ihrem ursprünglichen Charakter bis heute erhalten.

Deutsch Weißkirch/Viscri

Neben der eindrucksvollen Kirchenburg sind die siebenbürgisch-sächsischen Bauerhöfe sehenswert. Während in anderen Dörfer die historische Architektur stark gefährdet ist, wurden hier mit Unterstützung des englischen Mihai-Eminescu-Trust viele der Hofstellen denkmalgerecht restauriert. Deren Engagement wurde inzwischen mit der Einreihung von Dorf und Kirchenburg in das UNESCO-Weltkulturerbe geadelt.

Tartlau/Prejmer

Am Rande der Ostkarpaten liegt Tartlau, dessen Kirche noch auf eine Gründung durch den Deutschen Orden zurückgeht und nach deren Vertreibung 1225 durch die Zisterzienser vollendet wurde. Die „Burg” wurde insbesondere im 16. Jahrhundert festungsartig ausgebaut.

Tartlau/Prejmer

Außergewöhnlich sind die bis heute in der Burg erhaltene 270 Wohnkammern. In einigen der mehr als 270 Räume ist das Leben im Belagerungsfall nachgestellt, so ist beispielsweise eine der größeren Kammern als Schulraum eingerichtet.

Kronstadt/Brașov

Im Zentrum des trapezförmigen Marktplatzes steht das nach dem großen Stadtbrand von 1689 mit barocken Fassaden wiederaufgebaute Rathaus. Östlich begrenzt die sogenannte Kornzeile den Platz, aus deren dreigeschossiger Bebauung einzig derTurm der 1896 vollendeten orthodoxen Kirche erhebt.

Kronstadt/Brașov

Unweit des Marktplatzes erhebt sich die seit dem Stadtbrand 1689 als „Schwarze Kirche” bezeichnete evangelische Stadtpfarrkirche als östlichster gotischer Kirchenbau Europas. Das Innere birgt reiche Kunstschätze, darunter die größte europäische Sammlung orientalischer Gebetsteppiche sowie eine bedeutende Orgel des Berliner Orgelbauers Buchholz.

Sinaia

Schloss Peleș, der malerisch in die Berge eingebetteten Sommerresidenz der aus dem Haus Hohenzollern-Sigmaringen stammenden rumänischen Königsfamilie, gilt als Hauptwerk des Historismus deutscher Prägung in Rumänien. Zwischen 1873 und 1883 für König Carol I. errichtet und von 1893 bis 1914 erheblich erweitert, wurde der 1947 enteignete Besitz inzwischen wieder der Königsfamilie restituiert.

Informationen und Buchung:

CarpeDiem Touristik
Elisabethstr. 25
02826 Görlitz
Tel.: 03581/42 86 44
Fax: 03581/42 86 45
info@carpediem-touristik.de
www.carpediem-touristik.de
weitere Reiseinformationen

Faszinierendes Siebenbürgen

Kirchenburgen und Städte im „wehrhaften Sachsenland“

Kleiner Ring in Hermannstadt/Sibiu

Kirchenkastell in Mediasch/Mediaș

eh. Bischofssitz in Birthälm/Biertan

Burgkirche von Michelsberg/Cisnădioara

Kirchenburg in Deutsch-Weißkirch/Viscri

Kirchenburg von Kleinschenk/Cincșor

Kirchenburg in Trappold/Apold

Schwarze Kirche in Kronstadt/Brașov

Kirchenburg in Tartlau/Prejmer

In kaum einer europäischen Region ist der von Martin Luther verfasste Choral „Ein’ feste Burg ist unser Gott, ein’ gute Wehr und Waffen“ architektonisch so eindrucksvoll nachvollziehbar, wie in Siebenbürgen.
Hier entstanden seit dem späten 14. Jahrhundert mehr als 300 Kirchenburgen zur Verteidigung gegen Einfälle der Osmanen. Schon früh fand die Reformation auch bei den Siebenbürger Sachsen einen starken Widerhall. Nachdem der Reformator Johannes Honterus 1547 für diese die “Kirchenordnung aller Deutschen in Siebenbürgen” verfasst hatte, war das “wehrhafte Sachsenland” eine evangelisch-lutherische Enklave im Südosten Europas.
Auf dieser Reise lernen Sie nicht nur die beeindruckenden Städte Hermannstadt/Sibiu und Mediasch, das unter UNESCO-Schutz stehende Schäßburg/Sighisoara und das pulsierende Kronstadt/Brașov kennen, sondern insbesondere eine repräsentative Auswahl an Kirchenburgen. In diesen spüren wir den reformationsbedingten Veränderungen im Kirchenbau nach, studieren aber auch den bewahrenden Charakter des Luthertums, das bemerkenswerte Teile des vorreformatorischen Kulturerbes konservierte und weiterhin in Ehren hielt.

Zudem begegnen wir zahlreichen beeindruckenden Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für den Erhalt der einzigartigen Kultur Siebenbürgens einsetzen. Sie berichten aus erster Hand über ihre Projekte und öffnen damit neue Perspektiven auf die Region, ihre Chancen und Herausforderungen.

Auf dieser Reise übernachten wir am Anreisetag (Bus Berlin-Breslau/danach Flug Breslau-Bukarest) zunächst im ungarischen Szeged, in den Folgetagen in der altehrwürdigen Hauptstadt Siebenbürgens Hermannstadt im Hotel ****Continental Forum, im ***Hotel Armatti in der Metropole des Burzenlandes Kronstadt sowie im zentral gelegenen ****Hotel Central Park in Schäßburg. Die letzte Nacht der Reise verbringen wir in einem Hotel in der Altstadt von Budapest (Pester Seite).