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Das wehrhafte Sachsenland

Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen


Siebenbürgen, Transsilvanien, das Land „hinter den Wäldern“ der Karpaten, gilt noch immer für viele Kulturreisende als „terra incognita“. Doch mit der Aufnahme Rumäniens in die Europäische Union und die Nominierung Hermannstadts/Sibiu im Verein mit Luxemburg als Kulturhauptstadt Europas 2007 geriet auch dieses faszinierende Land zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit.

Eines der faszinierendsten Reiseziele ist dort nach der eindrucksvollen Berglandschaft der Karpaten die scheinbar noch unbeeinträchtigte Kulturlandschaft mit idyllischen Dörfern, deren Zentrum zumeist eine der über dreihundert Wehrkirchen, so genannter „Kirchenburgen“ ist.
Jedoch sind heute diese architektonischen Ensembles und damit der Fortbestand dieser Kulturlandschaft durch die zunehmende Abwanderung der einst vornehmlich aus dem Rhein-Moselgebiet stammenden Siebenbürger Sachsen und die bisher kaum erfolgte Identifizierung der nachziehenden rumänischen Bevölkerung mit diesem Kulturerbe in ihrem Fortbestand akut gefährdet.

Der Vortrag behandelt anhand historischer und aktueller Illustrationen die Geschichte des Karpatenlandes, wobei der erste Schwerpunkt auf der historischen Entwicklung der Kirchenburgen liegt. Weiterhin zeigt er neben Verfall und Verwahrlosung des Baudenkmälerbestandes einige Kirchenburgen, die bereits unter dem Weltkulturerbeschutz der UNESCO stehen, präsentiert aber auch zumeist private Initiativen, die mit zukunftsweisenden Projekten einige der schönsten Kirchenburgen zu erhalten versuchen.



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